
Gesellschaftspolitische Themen interessieren mich und es ist mir wichtig, wie sich unser Umfeld weiterentwickelt. Ich recherchiere gerne Fakten und diskutiere ebenso gerne darüber. Zudem brachten unsere Kinder eine Verantwortung mit sich und zeigten mir neue Perspektiven zu etlichen Themen, die die Gesellschaft prägen. Ich schätze, was uns die Schweiz alles bietet und möchte mich dafür einsetzen, dass die gute Qualität erhalten bleibt. Ich möchte unsere Zukunft mitgestalten und mich für unsere Werte und Gemeinschaft einsetzen.
Politik

Warum bin ich Mitglied der FDP?
Weil ich ihre Schwerpunkte vertrete. Die die FDP legt Wert auf ein gutes Bildungssystem und eine gut funktionierende, bedarfsorientierte Infrastruktur. Diese sind entscheidend für eine starke Wirtschaft und die Aufrechterhaltung unseres Wohlstands. Die FDP ist faktenbasiert, realistisch und weitsichtig und steht für eine sorgfältige Finanzplanung. Sie legt Wert auf die wirtschaftliche Versorgungssicherheit, die innere Sicherheit sowie die Verteidigungsfähigkeit. Ihre Ansätze sind ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich vertretbar. Zudem spricht mich die sachliche Kommunikation an und ich schätze das liberale Gedankengut, das für Eigenverantwortung, Information, Anreize und Freiheit steht.
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SICHERHEIT
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STARKE VOLKSSCHULE
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ERFOLGREICHE WIRTSCHAFT
- INTAKTE UMWELT
SICHERHEIT Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Es geht um das tägliche Umfeld, indem unsere Kinder aufwachsen und sich Frauen und ältere Menschen auch abends frei bewegen und sicher fühlen können. Es geht aber auch um die Sicherheit jederzeit Elektrizität, Arbeit, Zugang zu einer guten Bildung, Gesundheitsversorgung und Altersvorsorge zu haben. 2024 wurden im Vergleich zum Vorjahr 7.9 % mehr Straftaten begangen. Das vorherige Jahr gab es bereits eine Zunahme von 14 %. Digitale Delikte stiegen um 35% und haben sich seit 2020 verdoppelt. (BfS) Schwere Gewaltstraftaten erreichten 2024 einen Höchststand und stiegen erneut um 19 %, die Anzahl Vergewaltigungen gar um 29 % (watson). Hoch ist nach wie vor die Anzahl Femizide in der Schweiz. Rund alle drei Wochen tötet ein Mann seine Partnerin, Ex-Frau oder Tochter. Die Anzahlt Jugenddelikte bleibt auf dem Niveau des Vorjahres, aber schwere Gewaltdelikte unter jungen Menschen nahmen zu. Ich befürworte die Sensibilisierung Jugendlicher, Prävention und verbreitete Meldestellen für Hilfesuchende, die nötige (Polizei-) Aufsicht, sowie angemessene Jugendstrafen zur Abschreckung. Zudem unterstütze ich den Ausbau der Strafverfolgung, eine intensivere Zusammenarbeit zwischen betroffenen Stellen und Kantonen sowie die Förderung vom Datenaustausch. Der Datenschutz sollte die Strafverfolgung nicht behindern. Daten sollten für die Rechtmässigkeit und bei Gesetzeswidrigkeiten genutzt werden können. Gefängnisinfrastrukturen sollten meines Erachtens für eine Kostensenkung wo sinnvoll rationalisiert werden. (Abstriche bei Schwimmkursen, Fitness-Abos, Menüwahl, TV, fragwürdige Therapien, etc.) Der Schutz der Gesellschaft sollte über der Heilung des Täters stehen. Zudem könnte man sich mehr Kostenbeteiligung der Gefängnisinsassen vorstellen und damit auch gemeinnützige Arbeiten fördern. Strafen sollten abschreckend wirken. Prävention und die Förderung und Sichtbarkeit von Meldestellen könnten langfristig kostensparend sein. International gesehen ist die Schweiz auf dem Neutralitätsweg auf Basis des Neutralitätsrechts, welches einen gewissen Handlungsfreiraum bietet, bisher gut gefahren und kann eine wertvolle Vermittlerposition wahrnehmen. Als genauso wichtig erachte ich in der aktuellen Weltlage eine verteidigungsfähige Armee, sowie die entsprechend notwendige Kooperation mit Europa. Als kleines Land sind wir auf eine gute Zusammenarbeit angewiesen. Dass die Ausgaben für das Militär bis 2030 mindestens ein Prozent des BIP (8.5 Milliarden Schweizer Franken) betragen sollen, finde ich begrüssenswert.
STARKE VOLKSSCHULE In ein gut funktionierendes Schulsystem mit einer qualitativ hochstehenden Ausbildung zu investieren, finde ich essenziell. Dabei geht es um die Basis für eine erfolgreiche Zukunft und den Ausgangspunkt von einem guten sozialen Umgang. Aktuell stehen einige Herausforderungen an, die es anzupacken gilt, um das gute Schweizer Bildungswesen aufrecht zu erhalten. Lehrer/innen, Schulen, Schüler/innen und Eltern kommen an ihren Grenzen. Dazu kann ein Viertel aller Schüler/innen ein Alltagstext weder korrekt schreiben noch verstehen. (PISA 2024) Ein gutes Sprachverständnis vor dem Schuleintritt und bei Bedarf frühkindliche Förderung sind wegweisend. Volksschulen sollen nicht jeden gesellschaftlichen Trend aufnehmen, sondern das Erlernen der Grundkompetenzen stärken. Dies bildet die Basis für Chancengerechtigkeit. Mit einer Entschlackung des Lehrplans und einer Vereinheitlichung der Bürokratie können sich Lehrpersonen auf die Wissensvermittlung konzentrieren und die Volksschulen entlastet werden. Um dem Fachkräftemangel an Schulen entgegenzuwirken, sollten der Lehrberuf attraktiver gestaltet und Rückmeldungen aus der Praxis stärker miteinbezogen werden. Höhere Arbeitspensen brächten mehr Stabilität. Digitale Hilfsmittel sollten überlegt und gezielt eingesetzt und Jugendliche auf mögliche Risiken durch den digitalen Medienkonsum sensibilisiert werden. Dies selbstverständlich begleitend zur elterlichen Aufklärungsaufgabe. Während der Oberstufe gilt es, die Schüler/innen bestmöglich auf den Einstieg in eine Lehre oder ein Studium vorzubereiten und damit einen soliden Grundstein für das Berufs- und Erwachsenenleben zu schaffen. So werden die erfolgreiche Schweizer Wirtschaft, Forschung und Innovation gestärkt, durch welche die Investitionen zurückfliessen. Schweizer Werte und Tugenden wie Verantwortungsbewusstsein, Respekt oder Selbstständigkeit, die unser Land seit Jahrhunderten prägen und erfolgreich machen, sollten weitergelebt und gefördert werden.
ERFOLGREICHE WIRTSCHAFT Die Schweizer Wirtschaft zählt weltweit zu den stärksten. Es gilt sie zu pflegen, in Bildung und Forschung zu investieren und attraktive Rahmenbedingungen für Schweizer Unternehmen und Start-Ups zu schaffen. Das investierte Geld fliesst über eine starke Wirtschaft zurück. Zudem sollten Unternehmen von unnötiger Bürokratie und sinnlosen Reglementen entlastet werden, damit die Effizienz gesteigert, guten Schweizer Standards bewahrt und der Wohlstand gesichert werden kann. Fast jeden zweiten Franken verdient die Schweiz im Ausland. Knapp die Hälfte aller Exporte gehen in EU-Länder, 18 % in die USA. Entsprechend wichtig sind gute Beziehungen und Abkommen zu diesen wichtigen Handelspartnern. Jedoch importiert die Schweiz mehr aus der EU als sie dorthin exportiert. Wir müssen uns also auch nicht unter unserem Wert verkaufen. (swissinfo.ch) Die Selbstversorgung im eigenen Land zu fördern ist relevanter geworden, um weniger abhängig vom Ausland zu sein und Engpässe zu vermeiden. Zudem schafft es Arbeitsplätze. Aktuell liegt die Selbstversorgung der Schweiz bei knapp 50 %. Die Hälfte der Lebensmittel wird importiert. 1990 gab es noch 108'000 Landwirte, 2021 noch 48'804. Die Weiterentwicklung und Optimierung ihrer Betriebe sind entscheidend. Interessant und für mich fraglich ist, dass auf 60 % der Ackerflächen Futter für Vieh angebaut wird... Eine gut ausgebaute, bedarfsorientierte Infrastruktur gehört zum Fundament für Wirtschaftswachstum und schafft Arbeitsplätze. Letztes Jahr gab es einen Rekordwert von 55'000 Staustunden allein auf Autobahnen. Das sind 14 % mehr als im Vorjahr und 80 % mehr als 2019. Jährlich stehen Fahrzeuge schweizweit insgesamt 73 Millionen Stunden im Stau, Tendenz steigend! Es braucht Lösungen. Arbeit soll sich lohnen, auch für die ältere Generation. Es muss attraktiver sein, durch Arbeit Geld zu verdienen, als nicht zu arbeiten. In der Kreislaufwirtschaft werden Rohstoffe effizient und so lange wie möglich genutzt. Dadurch werden weniger Primärrohstoffe verbraucht. Zudem bleibt der Wert der Produkte länger erhalten, und es fällt weniger Abfall an. Davon profitieren sowohl die Umwelt wie auch die Schweizer Volkswirtschaft. Ich bin für deren Förderung. Weit über 100'000 Pakete landen täglich aus Asien in der Schweiz. Für einen fairen Wettbewerb braucht es eine Sensibilisierung der Bevölkerung bezüglich Bestellungen austauschbarer Billigprodukten vom Ausland. Wettbewerb ist wichtig, sowie die Kooperationen mit anderen Ländern für die Weiterentwicklung verschiedener Geschäftsfelder, aber austauschbare Billigprodukte vom Ausland einzuführen, ist umweltbelastend und schädigt die Schweizer Wirtschaft. Zudem begünstigen Dumpingpreise unfaire Arbeitsbedingungen. Hier unterstütze ich Zollgebühren, um die nicht zeitgemässe Produktion von Wegwerfartikeln und die damit verbundene Umweltbelastung zu minimieren. Ein spannendes Thema finde ich Impact Investing* in Ausbildung und für die Förderung der Selbstversorgung armer Bevölkerungskreise. Ihr Einkommen ist bis zu 70 % vom Agrarsektor abhängig. Wir geben 10% für Nahrungsmittel aus, arme Länder 70 %. (*Kapital fließt in nachhaltige Geldanlagen mit direkter und nachweisbarer positiver sozialer und/oder ökologischer Wirkung.) Seit 1990 haben sich die Bundesausgaben von rund 32 auf bald 90 Milliarden Franken fast verdreifacht. Ein Drittel davon sind Sozialkosten, fast 50 Milliarden Franken werden für Subventionen ausgegeben. (TA 06.24) Dieser Trend sollte gestoppt werden und die Arbeitsbedingungen für staatliche Jobs der Privatwirtschaft angepasst werden.
INTAKTE UMWELT
Die Wertschätzung und ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt mit ihren natürlichen Ressourcen sind mir wichtig, einhergehend mit einem bewussten Konsum. Die Bemühungen jedes einzelnen zählen. Wir sind verantwortlich, den künftigen Generationen gut erhaltene, natürliche Lebensgrundlagen zu sichern.
Ich bin für die Förderung von erneuerbarer Energie, Recycling und Kreislaufwirtschaft, menschenwürdiger Arbeit und demokratischer, politischer Prozesse.
Um den steigenden Temperaturen entgegenzuwirken, kann viel unternommen werden von sinnvoller Begrünung in Städten bis zum Einsatz neuer klimafreundlicher und kühlenden Materialien. Ich glaube an eine gesellschaftsfähige Umsetzung, die mehr Nutzen als Einschränkungen bringt. Zudem unterstütze ich einen vernünftigen Schutz von Gewässern, Wäldern und Tieren sowie die Verminderung von Verschmutzung im Ausland.
Ein spannendes Thema finde ich Impact Investing* in Ausbildung und für die Förderung nachhaltiger Selbstversorgung armer Bevölkerungskreise. Ihr Einkommen ist bis zu 70 % vom Agrarsektor abhängig. Wir geben 10 % für Nahrungsmittel aus, arme Länder 70 %. (*Kapital fließt in nachhaltige Geldanlagen mit direkter und nachweisbarer positiver sozialer und/oder ökologischer Wirkung.)
MENTAL UND KÖRPERLICH GESUNDE JUGEND Eine gesunde, zufriedene, respektvolle, motivierte und beschäftigte Jugend mit Wertvorstellungen entwickelt sich in eine starke Gesellschaft von morgen. Dies sollte in den bestehenden Plattformen gewichtet werden. Körperliche und geistige Aktivität, Medienaufklärung, die Nähe zur Natur, und das Gesundheitsbewusstsein sollte gefördert werden. Dies würde zu mehr Ausgeglichenheit führen und ist ein Gegenpol zu den stark ausgeprägten virtuellen Hobbies und sozialen Kontakten von Jugendlichen. Ebenso wirkt es vorbeugend gegen mentale und körperliche Probleme, die daraus entstehen können. 12-19-Jährige sind täglich 3.5 Stunden online, ein Grossteil davon in sozialen Medien. Laut verschiedenen Studien sind Jugendliche noch nicht so weit entwickelt, dass sie eine solche Reizüberflutung (mit zum Teil verstörenden Inhalten) verarbeiten können. Es prägt sie in ihrem Verhalten und in ihrer Zufriedenheit. Die Anzahl Jugendlicher mit psychischen Belastungen (Depressionen, Selbstverletzungen, Suizidgedanken, Angstzuständen) haben in den letzten Jahren um ca. 30 % zugenommen. Pro Juventute verzeichnet einen Beratungsanstieg von 40 % von 2019 bis 2024. Welcher Medieninhalt in täglich rund 3.5h konsumiert wird, ist relevant. Ich befürworte Jugendschutz auf Online-Plattformen. Beunruhigend sind auch die konstant hohe Jugendkriminalität, Gewalt und Vandalismus an Schulen sowie ein teilweise fragwürdiges Sexualverhalten. Die Anzahl schwerer Gewalttaten hat Höchstwerte erreicht. (SRF 2024) Laut ZHAW Studie 2023 trägt ein Fünftel der männlichen Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren ein Messer bei sich, Tendenz steigend. Hier sollten mehr Kontrollen eingeführt werden. Ich befürworte die Sensibilisierung Jugendlicher, Prävention und verbreitete Meldestellen für Hilfesuchende, die nötige (Polizei-) Aufsicht, sowie angemessene Jugendstrafen zur Abschreckung. Die elterliche Verantwortung IST entscheidend. Präventive Massnahmen sind langfristig sicherlich günstiger, als daraus entstehende Probleme zu behandeln.
ENERGIE Die Versorgung soll zu 100 % sicherstellt sein und das auch im Winter. Es braucht eine Diversifikation beim Ausbau erneuerbarer Energien mit einer Stromproduktion mit Wasser, Solar, Wind und Biomasse. Ebenso wichtig sind die Förderung neuster Technologien und Speichermöglichkeiten, Wärmeverbünde, Effizienzsteigerung sowie ein sparsamer Umgang. Insbesondere das noch nicht ausgeschöpfte Potential an bestehenden Projekten und Infrastrukturen ist interessant: Solarausbau auf Dächern, an Lärmschutzwänden und Fassaden von Industriegebäuden. Wasserkraftanlagen sollen optimal genutzt werden. Ebenso vielversprechend könnte das Heizpotenzial von Flüssen, Seen und Grundwasser sein. Die Selbstversorgung der Schweiz sollte ausgebaut werden, um weniger abhängig vom Ausland zu sein. Aktuell werden 60 % unseres Strombedarfs durch Wasserkraft abgedeckt plus 10 % durch Solar- und Windenergie. Es werden aber auch Mineralölprodukte im Wert von rund 11 Milliarden Franken pro Jahr importiert. (tradingeconomics) Wirtschaftlich wäre es interessant, wenn dieses Geld vermehrt für die Energiegewinnung und -abdeckung in der Schweiz investiert werden könnte. Atomkraftwerke sollten meiner Meinung nach so lange genutzt werden, wie die Sicherheit gewährleistet und es notwendig und sinnvoll ist. Die Abhängigkeit von fossilen Brenn- und Treibstoffen sollte durch die Förderung neuer Technologien und den Einsatz neuer Möglichkeiten vermindert werden.
GESUNDHEIT Unser Gesundheitswesen zählt weltweit zu den besten, bietet viele Arbeitsplätze und ist eine bedeutende Ausbildungsstätte. Es ist ein wichtiger volkswirtschaftlicher Faktor und wir schätzen die gute Qualität. Die Krankenversicherung ist seit 1996 für jeden verpflichtend und somit profitieren alle vom Zugang zu einer umfangreichen Gesundheitsfürsorge. Seit 2000 haben sich die Krankenkassenprämien verdoppelt. (Seit 2020 +14 %) Die Gesundheitskosten lagen 2010 bei 62.5 Milliarden Franken, 2022 bei 91.5 Milliarden Franken. Trotz Unterstützung von Bund und Kantonen für Prämienverbilligungen, sind die Kosten für finanziell schwächere Menschen nicht mehr tragbar. Es besteht Handlungsbedarf. Für den Kostenanstieg verantwortlich sind ein immer grösser werdender Leistungskatalog der Grundversicherung, ein Anstieg von Krankheiten wie Diabetes und Depressionen, mehr Leistungsbezüge und die Alterung und Zunahme der Bevölkerung. Es gilt die Kosten nicht noch weiter steigen zu lassen und Einsparungen vorzunehmen, wo es sinnvoll ist: mit Digitalisierung, Sparanreizen, Bewusstseinsförderung, Prävention, einer Anpassung des Leistungskatalogs («nicht notwendige Leistungen» individuell anbieten), der Sensibilisierung für Notfallstationen und kompetenten Eintritts-Vorabklärungen, Reduktion von Übertherapieren, unnötigen Behandlungen und Verschwendung (z.B. Verpackungen) und der Senkung von Medikamentenpreisen und Abgabemengen. Durch Effizienzsteigerung könnte laut ZHAW-Studie 2019 (für den Bund) jährlich bis zu einem Fünftel, also 10 Milliarden Franken der Grundversicherungskosten eingespart werden.
FAIRE, KONSEQUENTE MIGRATIONSPOLITIK Hilfsbedürftige sollen Hilfe bekommen. Wir brauchen Fachkräfte vom Ausland. Die Infrastruktur sollte jedoch nicht unter einem zu grossen und schnellen Bevölkerungswachstum leiden (fehlende Unterkünfte/Wohnungsmangel, überlastetes Verkehrsnetz, zu wenige Lehrpersonen und Ärzte, überfüllte Schulklassen, volle Gesundheitseinrichtungen, Qualitätsverlust…). Unser System stösst an seine Grenzen und es entsteht Unmut in der Bevölkerung. Eine gute Vorausplanung mit entsprechenden Kontingenten wären lösungsorientiert. In den letzten 20 Jahren lag die durchschnittliche Zuwanderung bei rund 64’000 Personen pro Jahr. Das entspricht zwei Mal der Bevölkerung der Stadt Zug. Wir sprechen von 1.5 Millionen Menschen in 20 Jahren. Allein 2023 wanderten über 260'000 Personen in die Schweiz ein. (statista) Das muss gut organisiert sein, damit die Integration in unser System mit Schweizer Sprache, Werten, Rechten und Pflichten funktioniert und unsere Infrastruktur nicht überlastet wird. 4.6 Milliarden Franken wurden 2023 für Entwicklungshilfe ausgegeben. Über ein Viertel der Gelder flossen ins Asylwesen in der Schweiz. (SECO) Das entspricht höheren Investitionen als für die Schweizer Landwirtschaft oder Bildung und Forschung. Für eine vierköpfige Familie entspricht das 1800 Steuerfranken pro Jahr. Dazu kommen die Kosten für die Kantone und Gemeinden. 2021 lagen die Ausgaben noch bei rund 1.5 Milliarden Franken. Ich verstehe den Unmut einiger Schweizer/-innen, die einen Teil dieses Geldes lieber vermehrt für die Schweiz einsetzen würden. Denn auch hier braucht es Investitionen und gibt es unterstützungsbedürftige Menschen. Um arme Länder langfristig bei ihrer Entwicklung und Selbstversorgung zu unterstützen, fände ich es sinnvoll mehr Gelder vor Ort für Schulen, Ausbildung, Landwirtschaft, medizinische Versorgung, die Förderung demokratischer Prozesse und lokale Produktionen einzusetzen. Dies gekoppelt an Bedingungen und Erfolgskontrollen gegen Korruption. Die EU verschärft den Schutz ihrer Aussengrenzen. Migranten ohne Aussicht auf Asyl sollen bereits an den EU-Grenzen gestoppt werden und illegale Einwanderung, Schleuser- und Schlepperbanden reduziert werden. Das soll das gemeinsame Asylsystem wieder zum Funktionieren bringen. Diejenigen die Hilfe brauchen, sollen jedoch nach wie vor aufgenommen werden. Auch in der Schweiz finde ich beschleunigte Asylverfahren und Kollektivunterkünfte sowie Ausbildungszentren für Flüchtlinge für einen zeitnahen Arbeitseintritt (mit Fokus auf Sprache, Integration & Ausbildung mit Zielen) eine gute Vorgehensweise. Ich bin gegen den Missbrauch von Sozialleistungen, gegen Gewalt, Regelbrüche, Raub und Kriminalität und für wirkungsvolle Konsequenzen, für eine faire und gerechte Einwanderung für Immigranten, aber auch für die Schweiz.