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Sollen Schulnoten abgeschafft werden?

13.06.2024


Podiumsdiskussion der FDP AG Sommertagung

 Mein Fazit: Gut bewährtes soll man beibehalten. 

 Ein gewisser Leistungsdruck kann beflügeln, wie auch im Sport. Erfolge zu feiern, tut gut und zu lernen ein guter Verlierer zu sein, ist ebenso wichtig. Ein gesunder Wettbewerb fördert die Gesellschaft und Wirtschaft. Jeder kann sich an Noten orientieren und Orientierung braucht man im Leben. Noten sind sprachübergreifend verständlich, klar einzuordnen und zeigen Verbesserungspotential auf. Zudem sind sie sie für Lehrpersonen effizienter zu verfassen als Bewertungstexte und unmissverständlich. Noten sind auch einfacher abzustimmen, z.B. mit anderen Schulen.

Prüfungssituationen, dass man lernt, eine Leistung abzuliefern, wenn diese gefragt wird, mit entsprechendem Druck umzugehen und damit wachsen zu können, bereitet Volksschüler auf die Ausbildungszeit oder das Studium und das darauffolgende Erwachsenenleben vor. Bereits früh Resilienz zu entwickeln, die Kraft, Belastungen auszuhalten und eine lebensmutige Haltung zu bewahren, hilft Menschen, sich von Schicksalsschlägen nicht aus der Bahn werfen zu lassen und einfacher wieder auf die Beine zu kommen. Wir alle werden herausfordernden Situationen gestellt. Früh darauf vorbereitet zu werden, hilft später besser damit umzugehen. In der Komfortzone gibt es keinen Fortschritt, aber an Herausforderungen kann man wachsen.

Zwischenmenschliche Faktoren sehe ich als genauso wichtig, wie ein verständliches Bewertungssystem. Auch diese sind später entscheidend, z. B. in Rekrutierungsprozessen. Fact ist, dass jeder andere Potentiale und Stärken hat und es ist gut, diese individuell fördern und Schwächen ausbügeln zu können. Die Durchlässigkeit des Systems erlaubt ein Wechsel des Niveaus während der Schulzeit und damit können Bildungschancen ausgeglichen werden. 

Das Schweizer Bildungswesen war erfolgreich. Man muss es nicht neu erfinden, aber angemessen weiterentwickeln. Und das mit dem Ziel, dass Volksschüler anerkannte Abschlüsse erlangen und möglichst gut auf eine Berufslehre, ein Studium und später das Berufs- und Erwachsenenleben vorbereitet werden, damit sie dort bestehen können. 

Sommertagung der FDP Aargau im Kulturhaus Rain in Kleindöttingen am 11. Juni 2024, Podiumsdiskussion mit: 

Sabina Freiermuth, FDP AG Parteipräsidentin und Grossrätin 

Margret Baumann, Rektorin Berufsschule Aarau 

Nicole Meier, Ressortleiterin Bildung Schweizerischer Arbeitgeberverband 

Titus Meier, Grossrat, Präsident Kommission Bildung, Kultur und Sport, Ressortleiter Bildung FDP AG 

Jeanine Glarner, Grossrätin, Vize-Fraktionspräsidentin, Gemeindeammann Möriken-Wildegg 

Gruppenfoto: Damian Moor, GR-Kandidat Bezirk Zofingen, Stefan Huwyler, GR Bezirk Muri, Sabina Freiermuth, Parteipräsidentin FDP AG und GR Bezirk Zofingen, Irina Bannwart, GR-Kandidatin Bezirk Zofingen, Anna Staub, GR-Kandidatin Bezirk Lenzburg, Silvan Hilfiker, Fraktionspräsident und GR Bezirk Bremgarten







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